Athen

Athen ist die Hauptstadt und die größte Stadt Griechenlands. Als eine der ältesten Städte der Welt kann sie auf eine etwa 3.400 Jahre lange Geschichte zurückblicken.

 

Die Acropolis

Der größte und der schönste Tempel des Antiken Athens, der hauptsächlich der Schutzpatronin der Stadt – der Göttin Athene - geweiht ist, erhebt sich über dem Zentrum der zeitgenössischen Stadt auf dem heiligen Felsen, der als Akropolis bekannt ist. Die berühmtesten Legenden über das Antike Athen, die größten religiösen Feste, die frühesten Heiligtümer, so wie einige entscheidende Ereignisse in der Geschichte der Stadt sind mit dieser heiligen Stätte verbunden. Die Denkmäler der Akropolis sind im Einklang mit ihrer natürlichen Umgebung. Diese einmaligen Meisterwerke der antiken Baukunst kombinieren auf eine sehr innovative Art und Weise verschiedene Sitten und Stile der klassischen Kunst und haben über Jahrhunderte hinweg die Kunst und die Kultur beeinflusst. Die Akropolis aus dem 5. Jahrhundert v. Ch. Spiegelt am besten die Pracht, die Macht und das Reichtum Athens in seiner stärksten Periode – das goldene Zeitalter des Perikles.

Der Burgberg war schon während der Jungsteinzeit (4000/3500-3000) besiedelt, in der Nähe des Erechtheions wurden Keramikgefäße aus der Frühen und Mittleren Bronzezeit gefunden. Die Burgmauer ringsum ist im 13. Jahrhundert v. Ch. erbaut worden und die Burg wurde zu Residenz des örtlichen Königs. Diese frühe Festung, bekannt als Zyklopenmauerwerk, ist teilweise zwischen den frühen Denkmälern erhalten und ihre Geschichte kann sehr genau verfolgt werden. Die Akropolis erhält ihr Statut als Heiligtum zum ersten Mal im 8. Jahrhundert v. Ch., als in diesem Gebiet die Verehrung der Athena Polis (der Städte) beginnt. Ihr Tempel war auf der nordöstlichen Seite des Hügels gelegen.

Das Heiligtum blüht bei Peisistatos in der Mitte des 6. J. v. Ch. auf, als man Panathenaia – das größte religiöse Fest - zu feiern beginnt und sowohl die ersten Denkmäler der Akropolis mitten im so genannten Alten Tempel, als auch der Tempel Hekatompedon, der Vorgänger des Parthenons, die der Göttin Athene gewidmet wurden, zu errichten beginnt. Aus dieser Zeit stammen auch der Tempel der Artemis Brauronia und der erste monumentale Bogen. Diesem Heligtum wurden sehr viele Artefakte wie Telamone und Reiter und auch Bronze- und Terrakottastatuen gewidmet. Einige davon haben Inschriften, die die riesige Bedeutung Athens während der arkadischen Zeit bezeugen. Nachdem die Athener die Perser bei Marathon im Jahr 490 v. Ch. besiegt haben, haben sie mit dem Bau eines sehr großen Tempels, des so genannten Urparthenons begonnen. Dieser Tempel wurde nicht vollendet, weil die Perser 480 v. Ch. Attika angegriffen, die Akropolis geplündert und ihre Tempel in Brand gesetzt haben. Nachdem der Feind sich zurückgezogen hatte, haben die Athener die zurückgebliebenen Skulpturen und Weihgeschenke in natürlichen Rissen des heiligen Felsens vergraben, wobei sie auf diese Weise die künstlichen Terrassen gebaut haben. Die Akropolis wurde auch mit zwei neuen Mauern verstärkt - mit der Wand des Themistokles entlang der Nordseite und der des Kimon an der Südseite des Tafelberges. Ein paar Bestandteile des Bauwerkes des zerstörten Tempels wurden in der Nordmauer integriert und können heute von der alten Agora und der nördlichen Seite der Stadt aus beobachtet werden.

Mitte des 5. J. v. Ch., als die Akropolis der Sitz der Athener Liga wird und Athen sich in den größten Kulturzentrum seiner Zeit verwandelt, nimmt Perikles den Bau eines zielstrebigen Projektes auf, der die ganze zweite Hälfte des 5. J. v. Ch. andauert. Athener und Ausländer, frei und versklavt, haben alle an diesem Projekt gegen eine Bezahlung von einer Drachme am Tag gearbeitet. Die heute wichtigsten Gebäuden der Akropolis – der Parthenon, die Propyläen, das Erechtheion und der Tempel der Athena Nike – sind in dieser Periode unter der Aufsichr der größten Architekten, Bildhauern und Kunstmalern dieser Zeit erbaut worden. Die Tempel an der Nordseite der Akropolis wurde hauptsächlich der frühen athener Gottheiten und Götter von Olymp gewidmet und die Südseite der Ehrung der Athena in ihrer Vielzahl von Eigenschaften: als Polias (Schutzpatronin der Städte), Partenos (Jungfrau), Palada, Promachos (Kriegsgöttin), Ergane (Schutzpatronin der Handwerker und Künstler) und Nike (Siegerin). Nach dem Ende des peloponnesischen Krieges im Jahr 404 v. Ch. und bis zum 1. J. v. Ch. wurde in der Akropolis keine anderen wichtigen Gebäude errichtet. Im Jahr 27 v. Ch. wurde ein kleiner Tempel östlich vom Perthenon aufgebaut und dem römischen Kaiser Augustus und Rom gewidmet. Während der römischen Zeit, obwohl andere griechische Heiligtümer geplündert und zerstört wurden, hat die Akropolis ihr Ansehen behauptet und weiterhin die Geschenke der Gläubigen angezogen. Nach dem Angriff der Heruler im 3. J. wurde eine neue Festungsmauer errichtet mit zwei Toren auf der Westseite. Ein davon, das so genannte Beule-Tor, der nach dem französischen Archäologen benannt wurde, der ihn erforscht hat, ist bis heute erhalten.

In den nächsten Jahrhunderten sind die Denkmäler der Akropolis sowohl aufgrund natürlicher Ursachen als auch menschlicher Eingriffe zu Schaden gekommen. Nach der Durchsetzung des Christentums und insbesondere ab dem 6. J. wurden die Tempel in christliche Kirchen verwandelt. Der Pathenon wurde der Pathenos Maria (die Jungfrau Maria) gewidmet, und später auf Panagia Atniniotissa (die Jungfrau aus Athen) umbenannt und im 11. J. als Stadtkathedrale genutzt. Das Erechteion wurde dem Sotiras (Retter) gewidmet, der Tempel der Athena Nike wurde zur Kapelle, und die Propyläen – episkopale Residenz. Die Akropolis verwandelte sich in Festung der mittelalterlichen Stadt. Während der französischen Okkupation (1204 – 1456) wurde der Propylonbau zur Residenz des französischen Herrschers, und während der Osmanischen Periode (1456 – 1833) zum Stabquartier der türkischen Garnisontruppen. Die Venezianer, mit Morozini an der Spitze, belagerten 1687 die Akropolis und am 26. September bombardierten und zerstörten sie den Parthenon, der zu dieser Zeit als Waffenlager diente. Lord Elgin verursachte zusätzliche Zerstörungen, als er 1801-1802 die Bildhauerverzierungen des Parthenons, des Tempels der Athena Nike und des Erechteions plünderte. Die Akropolis wurde den Griechen während des Griechischen Befreiungskampfes zurückgegeben und Odysseas Androutsos wurde zum ersten griechischen Garnisonskommandeur ernannt und nach der Befreiung Griechenlands unter den Schutz des neugegründeten Griechischen Staates übergegangen. 1835 und 1837 wurden eingeschränkt Ausgrabungen durchgeführt und im Zeitraum 1885-1890 wurde an dieser Stelle systematisch unter der Aufsicht von Panagiotis Kavvadias gegraben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übernahm N. Balanos die Führung des ersten großmaßstäbigen Restaurationsprojektes. 1975 wurde das Komitte für die Restaurierung der Akropolis-Denkmäler gegründet, das das Ziel hat die maßstäblichen Arbeiten zur Konservierung und Restaurierung der Akropolis zu planen und durchzuführen. An dem von dem Akropolis-Restaurationsdienst und dem Ersten Ephorat für prähistorische und klassische Antiquitäten angefangene Projekt wird weiterhin gearbeitet.

Nationales Observatorium

The Das Nationale Observatorium von Athen wurde auf dem Hügel der Nymphen errichtet. Entworfen wurde es vom Architekten Theophilus Hansen und größtenteils vom Georgios Sinas finanziert. Das Observatorium ist am 26. Juni 1842 eröffnet worden, am Tag der Sonnenfinsternis. Dem Architekt hat das Projekt so gut gefallen, dass er die Aufschrift „Servare Intaminatum“ – „unversehrt bewahren“ anbringen ließ. Der Tempel der Agia Marina (die Heilige Marina) befindet sich nordöstlich vom Observatorium, und die Ruinen der alten Kirche, die derselben Heiligen gewidmet wurde, erbaut während der Dunklen Jahrhunderte (8-9 J.) steht immer noch da. An einer Panoramastelle, in der Nähe des Observatoriums wurden Spuren eines Heiligtums von Zeus gefunden. Weiter unter auf dem Hügel wurde Kylista oder Tsoliasta – eine Rutschbahn – gefunden, auf der die Athenerinen, die keine Kinder austragen könnten, gerutscht sind.

Marathon

Marathon ist ein historisches Gebiet in der Attika, das der ideale Ort für Touristen ist. Sie können den Marathon-Hügel und das archäologische Museum - das den Athenern, die in der berühmten Schlacht bei Marathon 490 v. Ch. gefallen sind, gewidmet ist – besichtigen. Ausserdem kann man auch die archäologische Sehenswürdigkeit Rhamnus, den See Marathon und die Marathon-Talsperre, die sich in einer schönen grünen Gegend befinden – besichtigen. Die Rundfahrt in der Marathon-Gegend ist wie eine Reise durch die Jahrhunderte, weil sie die historischen Denkmäler mit der Naturschönheit und auch Elemente, die Zeugen der langen Geschichte der griechischen Hauptstadt geworden sind, mieinander verbindet. Marathon liegt in der nordöstlichen Attika, etwa 42 km vom Zentrum Athens entfernt. Der Weg dahin führt durch Obstgärten, Weinberge, Olivenwälder und üppigen Gebirgshängen, die alle Besucher bezaubern. Vor den Augen des Reisenden offenbaren sich einige der versteckten Schönheiten der Attika. Die Gegend hat unglaubliche Strände zu zeigen, an denen die Touristen sich ausruhen können, während sie die Sonne und das kristallklare Wasser genießen. Der berühmteste Strand ist Schinias, wo während der Olympischen Spiele 2004 das Zentrum für Ruder- und Kanuwettkämpfe war. Eine andere unvergessliche Tour ist die des künstlichen Marathon-Sees, der an der Stelle, wo die Bächer Chadros und Varnavas münden, gebaut worden ist. Das Projekt wurde sehr schnell vollendet (zwischen 1925 und 1929). Der Marathon-Stausee ist auch sehr beeindruckend in seiner Konstruktion und Schönheit, gefliest mit Pentelischem Marmor, was ihn nicht nur in Griechenland einmalig macht. Wie oben schon erwähnt wurde, ist die Gegend von Marathon von historischer Bedeutsamkeit.

Hier fand die berühmte Schlacht bei Marathon statt, wie dies in den Schriften des antiken Historikers Herodot beschrieben wird. Die Griechen kämpften gegen die Perser und triumphierten dank des Intellektes des General Miltiades. Nach dem Sieg wurde ein Soldat namens Pheidippides nach Athen geschickt, um die gute Nachricht zu übermitteln. Er lief den ganzen Weg dahin und als er Athen erreichte, fiel er zu Boden und sagte: „Nenikikamen“ (Wir haben gesiegt). Dieser Soldat gilt als der erste Marathonläufer. Der Grabhügel bei Marathon wurde in der Nähe des Schlachtfeldes errichtet. Er ist ein Denkmal zu Ehren der 192 Athener, die in der Schlacht bei Marathon ums Leben kamen. Während man in Marathon ist, lohnt es sich die archäologische Sehenswürdigkeit Rhamnus zu besichtigen, die sich in der Nähe befindet. Die archäologischen Funde lassen die Vermutung zu, dass dieses Gebiet während des Neolithikums besiedelt war. Es wurde nach dem „Rhamnus“ – eine Gewächsgattung, die dort wächst – benannt. In der Antike war Rhamnus mit seinem Hafen und seiner Festung bekannt. An diesem Ort wurden die Überreste zweier Tempel gefunden. Der erste ist der große Tempel der Nemesis, der Göttin des gerechten Zorns. Der andere war ein kleiner der Themis – der Göttin der Gerechtigkeit - gewidmeter Tempel. Beide Tempel wurden im 5 J. v. Ch. erbaut. In der Gegend gibt es auch Ruinen eines antiken Theaters und einer Festung, so wie eine Vielzahl Bestattungsreliquien. Ausser der Sehenswürdigkeiten können die Touristen auch die prachtvollen Ausblicke über den Golf von Evia und die grünen Weiten genießen.

Es lohnt sich auch das archäologische Museum in Marathon zu besuchen. Das ist ein kleines Museum, wo die Funde aus der Umgebung aus verschiedenen historischen Perioden beherbergt wurden. Die wichtigsten davon sind die neolithischen Funde aus der Höhle des Pan bei Oinoe, die Grabsteine und die Inschriften der Marathontempel.

Das neue Akropolismuseum

Die Denkmäler der Akropolis haben den Zerstörungen der vergangenen Jahrhunderte - sowohl in der Antike als auch im Mittelalter - standgehalten. Bis zum 17. Jahrhundert bezeichnen die ausländischen Reisenden, die die Denkmäler besichtigten, die klassischen Gebäuden als unversehrt. Das bleibt so bis Mitte desselben Jahrhunderts, als der Propylonbau gesprengt wurde, während er als Lager für Schießpulver diente. Dreißig Jahre später zerstörten die osmanischen Okkupanten den nahgelegenen Tempel der Athena Nike, um seine Bauelemente zur Verstärkung der Akropolisfestungen zu benutzen. Das schwierigste Jahr für die Akropolis war 1687 als viele der Architekturbestandteile des Gebäudes gesprengt und während der Luftangriffe der venezianischen Armee in Haufen um den heiligen Felsen der Akropolis aufeinander gestapelt wurden. Im 19. Jahrhundert nimmt Lord Elgin unversehrte Architekturskulpturen von den Friesen, Metopen und den Giebeldreiecken des Parthenons ab. Im Jahre 1833 zieht sich die türkische Garnison von der Akropolis zurück. Sofort nach der Gründung des griechischen Staates beginnen die Diskussionen um den Bau eines Akropolismuseums auf dem Akropolisfelsen. 1863 entschied man sich das Museum südöstlich des Parthenons zu bauen und am 30. Dezember legte man die ersten Grundsteine. Die Höhe des Museumsgebäudes sollte nicht die Höhe des Parthenonstylobates überschreiten. Es hat sich schnell herausgestellt, dass das Gebäude mit seinen gerade mal 800 m2 zu klein war, um alle Funde von den großen Ausgrabungen der Akropolis - die 1886 begonnen haben – unterbringen zu können. 1888 wurde ein zweites Museum, das so genannte kleine Museum, angekündigt. Im Zeitraum zwischen 1946-47 wurde das zweite Museum zerstört und das erste wesentlich vergrößert. In den 70-er Jahren kann das Museum nicht mehr mit den riesigen Wellen von Besuchern, die durch seine Türen gehen, zurecht kommen. Der Platzmangel verursacht oft Probleme und schmälert das ästhetische Ergebnis, das durch die Ausstellung der Kunstwerke von dem heiligen Felsen bestrebt wird.

Die Notwendigkeit eines neuen Akropolismuseums wurde zum ersten Mal vom Premierminister Konstantinos Karamanlis im September 1976 zur Sprache gebracht. Er hat auch die Stelle ausgesucht, wo Jahrzehnte später das Museum errichtet wurde. Mit seiner Scharfsinnigkeit schätzte Konstantinos Karamanlis die Bedürftigkeit richtig ein und beschaffte die Mittel für das neue Museum, das mit allen technischen Einrichtungen zur Konservierung der unschätzbaren griechischen Artefakte ausgestattet ist und in dem eventuell die Skulpturen des Parthenons wieder zusammengebracht werden können. Aus diesem Grund wurden 1976 und 1979 zwei Architekturwettkämpfe durchgeführt, aber ohne Erfolg. 1989 initiiert Melina Mercouri, deren Politik als Kultusministerin unvermeidlich mit den Forderungen an das Britische Museum nach Rückgabe der Marmorkunstschätze aus dem Parthenon in Verbindung gebracht werden, einen internationalen Architekturwettbewerb. Die Ergebnisse des Wettbewerbs wurden annulliert nachdem eine große Siedlung während der Ausgrabungen an der Stätte von Makriyianni entdeckt wurde, die dem archaischen und frühchristlichen Athen zugeordnet wird. Jetzt musste die Entdeckung ins neue Museum integriert werden, das an dieser Stelle entstehen sollte. Im Jahr 2000 schreibt die Organisation für den Bau des neuen Akropolismuseums einen neuen Wettbewerb aus, der gemäß der Richtlinien der Europäischen Union durchgeführt wurde. Der Wettbewerb war erfolgreich und wurde von dem Entwurf von Bernard Tschumi und Michalis Folidas gewonnen. Das neue Akropolismuseum nimmt heute eine Fläche von 25.000 m2 ein und verfügt über eine Ausstellungsfläche von 14.000 m2 – zehnmal mehr als diese des ursprünlichen Museums auf dem Akropolishügel. Das neue Museum bietet alle Bequemlichkeiten eines internationalen Museums des 21. Jahrhunderts.

Das griechische Parlament

Die Geschichte des neoklassischen Gebäudes, in dem heute das griechische Parlament untergebracht ist, ist mit der Geschichte der griechischen Hauptstadt verflochten. Als Athen zur Hauptstadt des neugegründeten griechischen Staates gewählt wurde, wurde König Otto von Bayern ein Palast an der Straßenecke Amalias und Vassilisis Sofias gebaut. Die Wahl des Standortes und der Palastbau wurden dem Architekten Gärtner anvertraut. Der Standort wurde strategisch ausgewählt und sollte die absolute Macht des Königs unterstreichen. Das neoklassische Gebäude, das auch gleichzeitig der Königspalast war, wurde im Einklag mit dem Architekturerbe Athens entworfen. Das ist ein Gebäude mit reduzierten Architekturlinien und Dekorationen. Seine wesentliche Charakteristik ist die dorische Ordnung der Säulen, die die Eingänge schmücken. Das ist ein massives Gebäude, das eine Fläche von 6.994 m2 einnimmt, mit vier Außenflügeln – jedes davon besteht aus drei Stockwerken, ein mittleres Flügel mit zwei Stockwerken und zwei Innenhöfen – der Meridianhof und der Nordhof – ohne überflüssige Dekorationselemente. Der Palast bestand aus einem Erdgeschoss, zwei weiteren Stockwerken und einem Souterrain. Das Gebäude wurde so entworfen, dass von allen Seiten ein Zugang existiert, wobei jeder der Eingänge eine andere Bestimmung hatte. Die Stockwerke waren mit einer Vielzahl von Treppen, die in jedem einzelnen Flügel des Gebäudes angeordnet waren, miteinander verbunden. Jedes Stockwerk oder Flügel diente verschiedener Funktionen des Gebäudes. Die Lagerräume waren im Souterraun untergebracht. Das Sekretariat und der Hofschatzmeister befanden sich im Erdgeschoss, wo auch die Nebenräume, die Kapelle des Palastes, der Tresor und die Küchen waren. Im ersten Obergeschoss waren die Empfangsräume und die Gemächer der königlichen Personen. Diese Räume waren fortlaufend miteinander verbunden und die luxuriösesten im ganzen Gebäude. Die Gemächer der Erbfolger, des Würdenträgers und des Personals des Hofes befanden sich im zweiten Obergeschoss. Die Wandmalereien und die Gemälde, die die Wände und Decken des Gebäudes schmücken, sind beeindruckend. Das griechische Palament zog 1935 ins ehemalige Schloss um. Seitdem wurde es mehrmals restauriert, damit es den Bedürfnisen der Abgeordneten entspricht.

Die Gruft des unbekannten Soldaten wurde 1912 als Vorhof des Alten Schlosses aufgebaut. Seitdem ist sie sowohl der Mittelpunkt der nationalen Ehrungen als auch eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dies ist größtenteils der Wachablösung zu verdanken, die zu jeder vollen Stunde mit einer kurzen Zeremonie durchgeführt wird. Während der Zeremonie präsentiert die elite Präsidialgarde – bekannt als Evzonen oder Tsoliades – die Waffen und amüsieren die versammelte Menge mit ihrem spezifischen Marschieren. Die beobachtenden Menschen fotografieren die Evzonen, die in traditionellen Militäruniformen - eine Fustanella (kurzer weißer, gefälteter Rock) und Schnabelschuhe mit Quaste - gekleidet sind.

Nationale Kunstgalerie

Die nationale Kunstgalerie (das Museum „Alexandros Soutzos“) – die wichtigste Institution in Griechenland, die der Geschichte der griechischen und der westlichen Kunst gewidmet ist – funktioniert seit 1976. Tatsächlich wurde sie aber schon 1900 gegründet, als der entsprechende Befehl dazu erlassen und George Iakovides (1900-1918) als Museumsaufseher eingestellt wurde. Ab 1834 – im Kontext der sozialen Struktur des neugegründeten griechischen Staates nach westeuropäischem Vorbild – legt das Gesetz über die technologischen Sammlungen die Grundsteine zur Grundung eines Museums für Gemälde und Gravüren in Athen. Die Priorität der Kunstgalerie liegt in der Ausstellung der griechischen Nachkriegskunst. Der ursprünglicher Kern, der schon während der ersten Jahre des neuen Staates - mit dem Staatsoberjaupt Kopodistrias an der Spitze – gesammelt- wurde durch Schenkungen bereichert, insbesondere mit Kunststücken aus Westeuropa, die reichen Griechen von der Diaspora gehörten. Die etwa 117 Kunstweke, die das Museum 1878 beherbergt hat, wurden durch eine Vielzahl an Gemälde ergänzt, die von Alexandros Soutzos gestiftet wurden. Darunter waren Gemälde von Caravaggio, Andreas Pavias, Stefano Zagarolo, Nicholas Gysis, Nikiforos Lytras und Konstantinos Volanakis.

Heute beherbergt die Nationale Kunstgalerie eine Sammlung von 9.500 Gemälde, Skulpturen und Gravüren und auch Miniaturen und Möbel. Ausser den wichtigen Schenkungen, die weiterhin gemacht wurden, inklusive diesen, die von Georgios Averoff, Aikaterini Rodokanaki, Gregorios Maraslis, Antonis Benakis, Theodoros Rallis, Nikiphoros Lytras, Frankreich (dank der Initiative der Familie Milliex), Yannoulis Halepas, Sofia Partheni, Nikos Hatzikyriakos-Ghika und Yannis Moralis getätigt wurden, wurde die Sammlung der Galerie zu Zacharias Papantoniou und Marinos Kalligas Zeiten wesentlich bereichert durch den Kauf von verschiedenen Kunstwerken. Darunter sind Domenicos Theotokopoulos’ (El Greco) „Das Konzert der Engel“, Lorenzo Veneziano’s “Kreuzigung”, „Madonna“ von einem Vertreter der norditalienischen Schule des 16. Jahrhunderts, eine seltene Sammlung von Gravüren des 16. bis 20. Jahrhunderts. 1977 wurde die prächtige Sammlung „Evripidis Koutlidis“ zugefügt und die zwei Sammlungen, die sich gegenseitig ergänzen, stellen einen Gesamtüberblick über die griechische Kunst des 19. Jahrhunderts dar. Heute hat die Galerie eine eigene spezialisierte kunstgeschichtliche Bibliothek. Sie verfügt über ein vollständig ausgestattetes Fotoatelier, moderne Konservierungs- und Restaurierungswerkstatt, Holzrestaurierungswerkstatt, eine Werkstatt zur Papierkonservierung. Im Erdgeschoss befindet sich eine Galerie mit Skulpturen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Ausser den permanenten Ausstellungen finden in der Galerie auch temporäre Ausstellungen und andere mit der Kunst in Verbindung stehenden Veranstaltungen statt.

Kap Sounion

Kap Sounion leigt an der südlichsten Spitze Attikas (65 km von Athen entfernt). Das ist ein majestätischer Ort von ausgesprochenem archäologischen Interessse, weil sich dort die Ruine des Marmortempels des Meeresgottes Poseidon – eines der bedeutendsten Heiligtümer antiken Griechenlands - befindet. Der Weg nach Sounion geht über den Küstenboulevard am Saronischen Golf, der sehr berühmt ist, weil er entlang der malerischen Strände Attikas führt. Bei der Ankunft in Sounion sind die Besucher vom Anblick des antiken Tempels, der am idealen Standort gebaut wurde – bezaubert. Es ist auf einem Gipfel 60 m über dem Meer angelegt worden und erinnert an eine künstliche Verbindung, die den Himmel, die Erde und das Meer vereint. An dieser stelle ehrten die Griechen in der Antike den Meeresgott Poseidon. Der Tempel wurde zwischen 450 und 440 v. Ch. errichtet, zu einer Zeit, die als das Goldene perikleische Zeitalter in die Geschichte einging. Das ist ein prunkvoller Tempel mit 34 dorischen Säulen. Heute sind nur 15 davon erhalten. Der Tempel wurde mit Marmor von dem Steinbruch des nahen Agrileza gebaut. Wie von den Funden um das Heiligtum klar wird, wurde der Tempel auf den Ruinen eines Vorgängerbaus errichtet, der auch Poseidon gewidmet war. Es wird angenommen, dass der Architekt, der ihn gebaut hat auch den Tempel des Hephaistos in Thysio entworfen hat. Leider bleibt aber sein Name ein Rätsel.

Nach griechischer Mythologie ist Kap Sounion die Stelle, an der Aigeus – der König von Athen – Selbstmord begangen hat indem er von der Klippe sprang. Die Legende erzählt, dass Aigeus sehensüchtig die Rückkehr des Schiffes von seinem Sohn Theseus erwartet hat. Theseus war zum Palast des König Minos nach Kreta gezogen, um sich vor dem Minotauros zu stellen. Mit Hilfe der Ariadne schaffte er es die Bestie zu besiegen. Bei der Rückkehr vergas er jedoch die weiße Flagge zu hissen, die ein Zeichen seines Sieges sein sollten. Als Aigeus die schwarzen Flaggen gesehen hat, dachte er, dass sein Sohn vom Minotauros zerfleischt wurde. Da er diesen Kummer nicht ertragen konnte, sprang er und ertrank im Meer, das von ihm den Namen Ägäisches Meer erhielt. Sounion ist insbesondere mit seinen beeindruckenden Sonnenuntergängen berühmt. Grundsätzlich gilt dies als der Ort mit den schönsten Sonnenuntergängen in Attika, die die Touristen genießen können. Die beeindruckende purpurrote Farbe des Himmels verleiht dem Tempel einen wunderschönen Schein, und das Meer bekommt orangefarbene und lila Nuancen und sieht geheimnisvoller aus denn je.

Syntagma-Platz

Der Syntagma-Platz ist einer der beiden zentralen Plätze der griechischen Hauptstadt, der andere ist der Omonia. Syntagma, wie die Griechen die Zone um den Platz zu nennen pflegen, ist das Herz der Stadt. Dort befindet sich das griechische Parlament und alle zentralen Straßen haben ihren Ausgangspunkt hier (inklusive Amalias, Vassilisis Sofias, Panepistimiou, Stadiou, Ermou und Mitropoleos). Unter den anderen Sehenswürdigkeiten sind der Nationalgarten, das Zappeion und die Kathedrale Kirche von Athen. Der Platz ist auch Ausgangspunkt für die einheimischen und ausländischen Touristen zur Besichtigung der anderen Stadtteile. Er wurde mehrmals restauriert. Vor ein paar Jahren war der Platz während des U-Bahn-Baus eine einzige Riesenbaustelle. Sofort nach Beendigung der Bauarbeiten aber hat der Syntagma-Platz seinen frühen Schein wieder erlangt.

Omonia-Platz

ODer Omonia-Platz ist der zwietbeliebteste Platz in der griechischen Hauptstadt. Er sieht ähnlich wie eine Miniatur von Athen aus, indem er Wunderlichkeit, eine feine Ausstrahlung, Freundlichkeit, Charme und Kunden miteinander verbindet. Der Platz liegt an der Kreuzung von sechs der wichtigsten Straßenarterien Athens und einigen kleineren. Aus diesem Grund ist er oft der ausgelasteste Ort in der Stadt. Während sie auf dem Omonia-Platz spazieren gehen, haben die Besucher das Gefühl, dass sie sich an einer multikulturellen Veranstaltung teilnehmen. Menschen aus allen Ecken der Welt mischen sich unter- und existieren miteinander in Harmonie. Es gibt Straßenverkäufer, die Ware aus ihren Heimatländern anbieten, eilende Fussgänger, Kunden und Touristen, die alles mit Interesse beobachten. Das beschleunigte Tempo des Stadtlebens ist hier offensichtlicher als sonst woanders. Die Schutzmarke dieses historischen Platzes war seine runde Form. Ausserdem befindet er sich im Herzen der Stadt und war schon immer der Schnittpunkt vielen großen und kleinen Straßen. Aber während seiner Renovierung genau vor der Olympiade im Jahr 2004 haben die zuständigen Behörden ihn vom Kreis in ein Quadrat verwandelt. Dies veränderte das Leben der Athener, weil der Verkehr wesentlich umgestellt wurde. Der Grund für diese Veränderung war einerseits die ästhetische Entwicklung dieses Bereiches und andererseits die Reduzierung des Verkehrsstaus.

Klathmonos-Platz

Das ist ein anderer zentraler athener Platz, der zwischen dem Syntagma und dem Omonia-Platz liegt. Das ist ein geräumiger Platz, der von besonderer architektonischer Bedeutung ist, weil er von eindrucksvollen, historischen, neoklassischen Gebäuden – wie das Haus „Vouros“, das Gebäude des Ministeriums der Schifffahrt und das Gebäude, das das Ministerium des Innern beherbergt – umgeben ist. In der Mitte des Platzes steht eine impressionistische Bronzestatue, die die Nationale Versöhnung symbolisiert. Es lohnt sich zu erwähnen, dass im „Vouros“ Haus, das 1833 errichtet wurde und zwischen 1836 und 1842 König Otto vorübergehend als Schloss diente, heute das Museum der Stadt Athen untergebracht ist. Dort werden bemerkenswerte Gemälde- und Gravürensammlungen aufbewahrt, die die moderne Geschichte der griechischen Hauptstadt seit Anfang des 18. bis zum 20. Jahrhundert darstellen. Ausserdem sind im Museum auch Möbel, die König Otto besessen hat, ausgestellt.

Die „Stadiou“-Straße ist eine der Hauptstraßen der Stadt und eine der erstgebauten Wege in Athen und führt entlang des Klathmonos-Platzes. Ursprünglich hieß die Straße „Fidiou“, wurde später auf „Akakion“ umbenannt. Ihr jetziger Name hat die Straße der Tatsache zu verdanken, dass sie gemäß früherer Entwürfe bis zum Panathinaikon-Stadion führen sollte, dies aber nie umgesetzt wurde.

Kotzia-Platz (Der Platz des Nationalen Widerstandes)

Der Kotzia-Platz liegt vor dem Rathaus. Ursprünglich hieß er „Volksplatz“, und später Louis-Platz. Ausser dem dominierenden Gebäude des Rathauses, ist der Platz auch von anderen historischen Denkmälern umgeben, die zu den Architekturschätzen der Stadt zählen. Das Haus „Melas“, entworfen von dem berühmten architekten Ernest Schiller, ragt auf der Südseite auf. Das bemerkenswerte hier sind die eindrucksvolle Fassade und die zwei hervorstehenden Türme an beiden Seiten. Der Hauptsaal hat ein Glasdach und dorische und ionische Säulen an den Seiten. Dieses prächtige Gebäude war früher die Residenz von Vassilis Melas, während es heute dem Kulturzentrum der Nationalen Bank beherbergt. Ein Teil des Achrian-Tores von der Wand des Themistokles wurde entdeckt und an einer speziell dafür entworfener Stelle an der nordöstlichen Seite des Platzes ausgestellt. Entlang des Kotzia-Platzes verläuft die Athinas-Straße, die eine sehr befahrene Einkaufsstraße ist. In dieser Straße gibt es sehr viele Geschäfte, inbesonder Lebensmittelgeschäfte, zwischen den Plätzen Omonia und Monastiraki. In dieser Straße befindet sich der zentrale Markt Varvakeios in einem Gebäude von einmaliger architektonischer Bedeutsamkeit.

Monastiraki-Platz

Der Monastiraki-Platz ist einer der belebtesten in der Stadt. Er ist von einigen der bekanntesten Einkaufsstraßen in der so genannten Altstadt umgeben und daher besonders beliebt. Dieser Platz ist das Herz des traditionellsten Stadtviertels. Monastiraki ähnelt einer Stadt in der Stadt. Als ob die Zeit in den engen Gassen dieses schönen Stadtteils still stünde und sich an die guten alten Zeiten erinnern würde. Obwohl dieser Bereich dem modernen Tempo des Stadtlebens folgt, hat er seinen früheren Charme aufrecht erhalten und bietet den Touristen eine Fülle von Erlebnisen an. Der historische Monastiraki-Platz, der neulich restauriert wurde und seinen etwas verloren gegangenen Charme wieder erlangt hat, befindet sich am Eingang der U-Bahn-Station. An ihm vorbei führen einige der malerischsten Straßen Athens - Andrianou, Pandrosou, Ifestou, Agiou Filippou, Ermou und viele andere. In diesen Straßen gibt es für die Touristen ein sehr reiches Angebot verschiedenster Waren. Am Platz ist auch die Tzistaraki-Moschee. Heute befindet sich darin das Keramikmuseum. Eine andere Sehenswürdigkeit stellt die byzantinische Pantanassa-Kirche aus dem 10. Jahrhundert dar.

 

Avyssinias-Platz

Avyssinias Platz, der älteren Generation wegen der traditionell an dieser Stelle Sonntags stattfindenden Flohmärkte besser als der “Flohmarkt” bekannt, ist einer der hektischsten Bereiche der Stadt. Hier können die Besucher fast alles finden: neu und gebraucht. Es gibt Antiquitäten, Möbel, Gemälde, Hausgeräte, Musikinstrumente, Kleidung, Schuhe und alles, was man sich sonst noch vorstellen kann. Obwohl hier keine Flohmärkte mehr durchgeführt werden, ist der Avyssinias-Platz immer noch ein Synonym dafür. Aus diesem Grund gehen die Händler fast immer mit dem Preis runter, wenn die Käufer feilschen. Ausser dem Menschenstrom gibt es um den Platz auch traditionelle Caffees und Tavernen, die hervorragende griechische Spezialitäten anbieten.

 

Exarchia-Platz

Der Exarchia-Platz ist der Hauptplatz eines der ältesten Stadtviertel Athens. Es war schon immer populärer Ort für junge Menschen und gilt als Szenetreffpunkt für Künstler. Das ist ein in ästhetischer Hinsicht einmaliger mit seinen Charme Stadtbereich, der sowohl die Athener als auch die Touristen anzieht. Um den Platz ist es sehr lebhaft, es gibt viele Caffees, Bars, Theater und Kinos. Im Sommer ziehen zwei Open-Air-Kinos die Filmschätzer an. In den letzten Jahren wurde eine Reihe von Erneuerungen vorgenommen, die zur Entwicklung dieses Stadtteils beigetragen haben. Die Vielzahl an neoklassischen, elektrischen und modernistischen Gebäuden verleihen Exarchia zusätzlich ein unikales und attraktives Aussehen. Es lohnt sich in der Füßgängerzone der Themistokles-Straße, die beim Platz anfängt und an der Kallidromiou-Straße endet, und in den anderen Alleen für Fußgänger (wie z.B. Valtetsiou, Methonis und Eresou) zu laufen, die zum ruhigen und wunderlichen Stadtviertel mit traditionellen Tavernen und Caffees führen, die Bilder aus vergangenen Zeiten wieder zum Leben erwecken.

Kolonaki-Platz

Der Kolonaki-Platz befindet sich in dem gehobensten Stadtviertel. Er liegt im Zentrum des aristokratischsten Stadtteils. Die belebtesten Einkaufsstraßen wie Patriarchou Ioakeim, Tsakalof, Anagnostopoulou, Kanari, Skoufa und Milioni - sind in der Nähe. In Kolonaki können die teuersten Läden, darunter auch heaute couture-Boutiques von berühmten griechischen Designern, luxuriösen Restaurants, Cafes und Bars gefunden werden. Ein paar Stunden an den populärsten Plätzen in Kolonaki zu verbringen, während man seinen Kaffee trinkt oder eine Speise genießt, ist für jeden Athener und auch für die Besucher der griechischen Hauptstadt ein Muss. Es muss auch erwähnt werden, dass der Name des Viertels der antiken Säule (Kolonaki) zu verdanken ist, die in der Mitte des Platzes steht. Bis in die 80-er Jahre war das Viertel dünn besiedelt. Mit der Zeit wurde es aber zu einer überbevölkerten Zone, die wegen ihrem Standort am Fuße des Lykabettus Stadtberges sehr viele Einheimische und Touristen anzieh

Technopolis – ein Gemeindevorhaben zum Schutze und zur Popularisierung des Industrie- und Archäologieparkes Gazi

Technopolis der Stadt Athen ist ein Industriemuseum mit unvergleichbarem Architekrudesign, unter den interessantesten in der Welt, und stellt eine multifunktionelle Kultureinrichtung dar. Das Zentrum hat zur Entwicklung des historischen Stadtviertels von Athen und zur Schaffung einer neuen Sehenswürdigkeit in der kulturellen Identität Athens beigetragen. Es befindet sich auf einem ehemaligen Fabrikgelände, in der so genannten Gegend Gazi, das sich auf einer Fläche von 3 ha in der Nähe des Stadtviertels Keramikos und der Akropolis erstreckt. Die Fabrik wurde allmählich in ein Ausbildungszentrum und in einem Platz zur Durchführung von verschiedenen Veranstaltungen transformiert, wo die Besucher an einem Ort voller Bilder, Kenntnisse und Emotionen spazieren gehen können. Die Faszination eines vergangenen Zeitalters, übertragen durch Schornsteine, riesige Kessel und Öfen, regte den Umbau der Fabrik in eine Fabrik, die Kunst produziert und beschützt, an. Ethymologisch stammt das Wort „Gas“ aus dem Urgermanischen „Galist“ und später „Geist“ ab, was so viel wie Geist bedeutet. Es wurde 1999 eröffnet und ist dem Gedenken des unvergesslichen griechischen Kompositors Manos Hadjidakis. Zu Ehren der griechischen Poesie wurden acht der Gebäude in diesem Objekt nach griechischen Dichtern benannt: Andreas Embirikos (Saal D1), Angelos Sikelianos (D4), Yiannis Ritsos (Radio der Gemeinde Athen 9.84 FM Amphitheater), Kostis Palamas (D10), Takis Papatsonis (D6), Constantinos Kavafys (D7) und Kostas Varnalis (A8). Seine Schutzmarke ist die Skulptur der „Millenium Sphere” der Künstler Nikos und Giorgos Papoutsidis, die die Erdkugel von Olivenästen umkreist, darstellt, die den Wunsch und die Hoffnung symbolisieren, dass der Frieden und das Mitgefühl überall auf der Welt triumphieren werden. Adresse: 100 Pireos Street, 11854 Athens Tel: +30 210 3461589, +30 210 3467322 Fax: +30 210 3413228 Email: info@athens-technopolis.grDiese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Der zentrale Markt Varvakeios

TDer zentrale Markt Athens – Varvakeios – befindet sich in der Nähe des Rathauses. Er gilt verdient als der lebhafteste Ort in der Stadt. Er ist in einem viereckigen Gebäude aus dem 19. Jahrhundert – welches aus Glas und Metall besteht – untergebracht. Es verfügt über einen überdachten Innenhof und ist der Handelsplatz für Fleisch, Fisch und Gemüse in der Stadt. Am Varvakeios-Markt gibt es insgesamt 73 Geschäfte, die Lebensmittel aller Art anbieten. Die Kundschaft kann alles finden, angefangen beim Fleisch und Fisch bis zum Gemüse, Obst, Dosennahrung, Gewürze, Käsesorten, Milchprodukte, Wasch- und Putzmittel und Haushaltswaren. Schon vom frühen Morgen häufen sich die Menschen dort an, um die frischeste und beste Produktion kaufen zu können. Die Preise an diesem Markt sind der Maß für die Preise im ganzen Land. Und deshalb werden nicht zufällig alle Befragungen und Marktforschungen über die Preise, die Waren und die Tarife gerade hier durchgeführt. Insbesondere während der Weihnachts- und Osterfeiertage formieren die täglichen Nachrichten - sowie die von den Händlern und von den Käufern getroffenen Entscheidungen - die Endpreise der Waren. Hier hört der Warenaustausch nie auf, die Menschen kommen und gehen Tag und Nacht. Ausser den Läden, die abends geschlossen haben, gibt es hier sehr viele kleine traditionelle Restaurants, die hausgemachte Kost so wie Fisch- und Fleischgerichte anbieten und die ganze Nacht offen haben. Sie sind bei den Athenern sehr beliebt, besonders was ein verspätetes Abendessen angeht.

Der Nationalgarten und das Zappeion

er Nationalgarten ist eine ruhige grüne Oase im Herzen Athens. Er ist hinter dem Parlamentgebäude angelegt und wurde zur selben Zeit wie dieses geschaffen. Die Idee von diesem Garten war der Königin Amalia, die den Bau beaufsichtigt hatte. Sie hat 15.000 Bäume aus Italien importiert, die auf einer Fläche von 16 ha eingepflanzt wurden. Der Königsgarten, wie er zu jener Zeit bekannt war, war ein Treffpuknt der damaligen Aristokratie. Die Königin ging oft in den Garten spazieren, ihre eigene Leistung bewundernd. Viele Höflinge, Minister, Ministerpräsidenten und die Elite des vergangenen Jahrhunderts versammelte sich hier. Heute bleibt der Nationalgarten eine kleine aber bedeutende Oase, die den Athenern einen frischen Atemzug bietet. Der Eintritt in den garten ist kostenlos. Die Bäume der Königin sind dank des nährhaften Bodens der Attika riesig groß gewachsen. „Syntagma“, wie die Griechen den Bereich um den Platz zu nennen pflegen, ist das Herz der Stadt. Dort befindet sich das griechische Parlament und alle zentralen Straßen haben ihren Ausgangspunkt hier (inklusive Amalias, Vassilisis Sofias, Panepistimiou, Stadiou, Ermou und Mitropoleos). Unter den anderen Sehenswürdigkeiten sind der Nationalgarten, das Zappeion und die Kathedrale Kirche von Athen. Der Platz ist auch Ausgangspunkt für die einheimischen und ausländischen Touristen zur Besichtigung der anderen Stadtteile. Er wurde mehrmals restauriert. Vor ein paar Jahren war der Platz während des U-Bahn-Baus eine einzige Riesenbaustelle. Sofort nach Beendigung der Bauarbeiten hat der Syntagma-Platz jedoch seinen frühen Schein wieder erlangt.

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